HOMMAGE an den Wagen 1624
(der letzte Wechselstrom-S-Bahn-Zug Hamburgs)

Als ab 01. Oktober 1907 die Strecke Blankenese - Ohlsdorf ihren elektrischen Betrieb aufnahm, wurden die Triebzüge mit Wechselstrom und Fahrleitung betrieben - mit 6.300 Volt und 25 Hertz. Bis 22.05.1955 hielten sich die letzten dieser Wagen, seit 1939 jahrelang im parallelem Betrieb mit den Gleichstromfahrzeugen der Baureihe 471. 

In der Literatur wird die Baureihe dieser Wechselstromzüge mit "ET 99" bezeichnet - diese Bezeichnung war jedoch nie an den Wagen angeschreiben. Das Knallen der schließenden Türen hatte seinen charakteristischen Klang - schon als ich Kind war, galten diese Wagen als Veteranen neben den modernen Gleichstromzügen. Sie hatten aber ihren eigenen Charme. Ein einziger Wagen ist optisch aufbereitet erhalten - der 1624 steht beim VVM (Verein Verkehrsamateure und Museumsbahnen) im Lokschuppen Aumühle (östlich von Bergedorf). 

Bild 1 bis 4 von Horst Buchholz, Bild 5 von Stefan Haase - sämtlich vom 03.10.2010. Auf dem letztem Bild erkennt man die "neue" Scharfenberg-Kupplung

 

Gelegentlich taucht Wagen 1624 wieder an alter Wirkungsstätte in Ohlsdorf wieder auf -
wie hier am 02.09.2007 zum 100-jährigen Jubiläum des elektrischen S-Bahn-Betriebes in Hamburg.
(Photo mit freundlicher Genehmigung Stefan Haase)

 

Weitere Bilder sind vom 16.12.2007. In diesem Wagen zeigt der VVM seit Jahren wechselnde Ausstellungen zu Hamburger Verkehrsthemen.

Das Jakobs-Drehgestell des Doppelwagens

 

Blick auf die Fahrleitung der Wechselstrom-S-Bahn im Bhf. Altona (Photo Sammlung Hans Rehders)

 

"ET 99"-Zug in der Abstellanlage Blankenese (Photo H. Baresch, Sammlung Hans Rehders)

 

Wandsbeker Chaussee - 1955  (Photo H. Baresch, Sammlung H. Rehders)

 

(Sammlung Hans Rehders)

Nach dem regulärem Passagierverkehr waren einige Züge - auf Gleichstrom umgebaut - noch einige Zeit als Gepäckzug unterwegs

und so überlebte man dann weiter als Bauzug ........ 

 

Dieses Photo von 2005 zeigt, was seitdem am Wagen 1624 getan wurde. Walter Greiffenberger vom VVM ist hier maßgeblich tätig.

Und hier unscheinbar auf dem VVM-Gelände in Aumühle versteckt Wagen 1638, der nicht wieder aufgearbeitet werden wird,
sondern als Ersatzteilspender für Wagen 1624 dient. (Photo Stefan Haase)

Wer diesen Wagen so wichtig als technisches Denkmal beurteilt, dass er sich an dessen Restaurierung beteiligen möchte, ist vom VVM gern dazu eingeladen, sich zu melden.

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