Straßenbahnlinien am Knotenpunkt Sievekingsplatz / J.-Brahms-Platz

Bis in die 1870-er Jahre waren Millerntor und Dammtor die hauptsächlichen Wege aus der Stadt auf dem westlichen Alsterufer. Auf ganzer Länge zwischen beiden Toren verhinderte der Stadtgraben den unkontrollierten Verkehr. Erst nach Aufhebung der Torsperre schuf man einen neuen Ausgang, der romantisierend "Holstentor" genannt wurde. Der J.-Brahms-Platz hieß zuerst "Holstenplatz."

Am 18.06.1881 eröffnete dann die Straßen-Eisenbahn Gesellschaft (SEG) ihre Ringlinie um die innere Stadt, die seit 1900 unter der Liniennummer [26] betrieben wurde und bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges konstant diesen Linienweg befuhr. Das war die erste Pferdebahn in dieser Gegend. Über die Karolinenstr schickte sie eine Zweiglinie zur Rentzelstr zur Zollvereinsniederlage. 

Schon am 02.09.1881 kam eine zweite Linie dazu, die spätere [12]. Sie fuhr mit auslenkbaren Wagen und war eingleisig. Weichenverbindungen zur Ringlinie gab es nicht, die Schienen hörten kurz zuvor auf und der Kutscher suchte sich sein Anschlussgleis, indem er ausgelenkt ein Stück als Pferdeomnibus fuhr. Die Vermessungskarte 1:1000 von 1883 zeigt diese Situation sehr deutlich. Da die Kaiser-Wilhelm-Str. noch nicht durchgebrochen war, ging der Weg bis 1892 über Poolstr in Richtung Großneumarkt und dann über Wexstr. und Bleichenbrücke.   

Um 1890 erreichte man auf dem Sievekingsplatz das so genannte "Justizforum" aus Oberlandesgericht, Straf- und Ziviljustizgebäude. Damit bekam das "Holstentor" eine gesamtstädtische Bedeutung, die 1908 durch den Bau der Musikhalle ("Laeiszhalle") noch gesteigert wurde.

1889 gab es vom 01.06. bis 07.10. eine Sonder-Pferdebahnlinie vom Sievekingsplatz über Lombardsbrücke zur Angerstr in Hohenfelde anläßlich einer Ausstellung auf dem Heiligengeistfeld.

Außerdem kam 1892 noch mehr Leben in diese Gegend. Vier Pferdebahn-Linien durchfuhren die neue Kaiser-Wilhelm-Str, die späteren [12] und [21] über Feldstr in der Relation Eimsbüttel - Rothenburgsort, die [14] ab Hammerbrook bis Neuer Pferdemarkt und die [24] von Horn übernahm die Strecke durch die Karolinenstr. vorerst bis zur Grindelallee. 

Die Elektrifizierung der Hamburger Straßenbahnen begann am 05.03.1894 mit dem RING um die innere Stadt (später 26) - im Plan nebenan rot gezeichnet. 

Nach einiger Zeit folgte in dieser Gegend am 19.08.1895 die Linie [12] bis Neuer Pferdemarkt. Die Strecke zur Müggenkampstr übernahm die zeitweise verlängerte Linie [14]. Am gleichen Tag fuhr die [21] elektrisch über Karolinenstr und Grindelhof zur Hallerstr. Die Horner Linie [24] endete wieder als Pferdebahn am Dornbusch und die [25] als Pferdebahn vom Dornbusch verlängert übernahm die alte Strecke der [21] nach Eimsbüttel. 

Doch schon am 01.11.1895 änderte sich die Lage wieder. Die [25] zog sich zum Dornbusch zurück, die elektrische [13] verstärkte jetzt die [12] bis Eimsbüttel, wo jetzt bis Müggenkampstr. elektrifiziert war. Noch war die [14] als Pferdebahn nach Hammerbrook unterwegs, sie begann wieder am Neuen Pferdemarkt.

Ab 18.12.1895 bekam Barmbek eine weitere elektrische Linie (später [8]) nach St. Pauli, die aber nicht die Innenstadt durchquerte, sondern über Lombardsbrücke und Glacischaussee um sie herumfuhr. Am 13.04.1896 wurde dann auch die [14] als eine der letzten Linien der SEG elektrisch betrieben. 

Dann gab es ab 01.05.1897 wieder Sonderlinien für die Gartenbau-Ausstellung, diesmal natürlich elektrisch und gleich drei Stück. Ab Sievekingplatz über Steindamm bis Lübecker Str. und nachmittags über Graumannsweg nach Mundsburg sowie über Karolinenstr zur Hoheluft (Grenzhaus bei der Martinistr.). Das ging bis 30.09.1897.

Während dieser Ausstellungszeit endete Linie [21] auch nicht bei der Hallerstr, sondern fuhr über Rothenbaumchaussee  und Eppendorfer Landstr. bis zum Winterhuder Marktplatz.



 

Während die Mundsburger Ausstellungslinie eingestellt wurde, weitete man die zur Lübecker Straße aus und verlängerte sie ab 05.10.1897 einerseits zum Neuen Pferdemarkt und andererseits bis Wandsbek-Markt. Daraus entstand 1900 die Linie [3]. 

Auch die Hoheluftlinie blieb vorerst in Betrieb, sogar ab Millerntor verlängert (hellgrüne Linie auf der Skizze). Doch konnte sie sich nur bis zum 03.05.1898 halten. Gleismäßíg war zwar eine Linie von der Glacischausee zur Karolinenstr möglich, doch waren im Betrieb diese Versuche nie lange erfolgreich (ein weiterer kurzer Versuch erfolgte 1900).

Ab 18.04.1900 bis 16.11.1900 kam in der Hauptverkehrszeit ein Verstärker auf dem Weg G-Fock-Wall - Karolinenstr hinzu (später die [20]) und ab 16.11.1900 für kurze Zeit eine Nachmittags-Linie St. Pauli - Karolinenstr - Bornplatz. (ebenfalls wie die hellgrüne Linie). Ihr Enddatum ist unbekannt.

Zwischen Juni und September 1900 hatten die Linien ihre Nummern erhalten (die [20] aber erst im November, als sie schon hier nicht mehr fuhr).

Ab 20.05.1903 wurde die [24] auf dem Weg der 21 über Karolinenstr nach Gr. Borstel verlängert, die violette Relation also jetzt von [21] und [24] befahren. Dafür verschwand ab 12.11.1903 die [14] zum Dovenfleet.

Am 19.11.1905 kam es zu einer ersten größeren Linienänderung, die sich aber am Sievekingsplatz nicht auswirkte. Es blieb bei [3] [8] [12] [13] [21] [24] und [26].

Ab 01.11.1906 wurde Linie [8] tagsüber für einige Jahre durch eine auf gleicher Strecke laufende Verstärker-Linie [L] ergänzt. 


 

Von 1903 bis 14.12.1910 blieb dann die Linienführung am Sievekingsplatz unverändert. Dann tauschten die [13] und [17] ihre westlichen Endpunkte und die [17] ersetzte somit die [13] am Sievekingsplatz. 

Wohin verschwand die [5] von ihrer gewohnten Route über die Steinwege? Ab 01.01.1913 fuhr sie über Kaiser-Wilhelm-Str nach Eimsbüttel (wie eben vor 1903 die [14]). So sollte sie eine Alternative zu der mit ihr weitgehend parallel fahrenden Linie [15] bieten, die auf den Steinwegen blieb. Auf der Feldstr. gab es jetzt also [3] [5] [12] und [17].

Der Kartenausschnitt links aus dem SEG-Linienplan des Adler-Verlages von 1913 zeigt diese Linienführung und auch schon eine Kehrschleife um das Oberlandesgericht, obwohl noch keine Linie dort regulär endete. 

Die erste Änderung ist dann trotz des Ersten Weltkrieges erst am 15.07.1921 die Tatsache, dass Linie [21] sonntags erst ab Sievekingsplatz nach Rothenburgsort fuhr und sich den Weg über Grindelhof dann schenkte. Ab 17.01.1922 fuhr sie dann sonntags überhaupt nicht mehr. Ab 17.01.1924 fuhr auch die [24] sonntags vormittags erst ab Dornbusch nach Hamm, so war dann die Strecke über Karolinenstr. ohne Betrieb.

Ab 01.08.1923 verschwand die [21] dann ganz vom Sievekingsplatz, sie agierte nur noch zwischen Dornbusch und Rothenburgsort quasi als Verstärker der [12] und wurde am 05.10.1923 ganz eingestellt.

Ab 16.10.1923 wurde auch Linie [5] verkürzt bis Dornbusch und ab 02.12.1923 stellte Linie [24] sonntags den Betrieb ganz ein. Damit war die Inflations-Talsohle erreicht und der Sievekingsplatz bei der Einschränkung der Bedienung doch noch ganz gut weggekommen.

Linie [24] kam ab 18.01.1924 auch sonntags wieder in Betrieb, ab 12.03.1924 fuhr auch die [5] wieder Richtung Langenfelde, eine neue Linie [15] verstärkte werktags (ohne am Vormittag) und sonntags nachmittags. Diese Führung der Linien blieb so stabil bis zum 01.03.1927.

Ab diesem Datum wurde die [33] nach Harburg von der Kehre Lange Mühren über Lombardsbrücke bis Sievekingsplatz verlängert. Eine Führung der Harburger Linie in die Stadt kam seltsamerweise bis Anfang der 1970-er Jahre (z.B. über Kaiser-Wilhelm-Str.) nicht zustande. Ab 07.07.1927 endete die [33] sowohl werktags als auch sonntags abends allerdings schon wieder Lange Mühren.

Diese Linienkonstellation hielt sich am Sievekingsplatz dann wieder einige Zeit bis zum 02.05.1929, so dass hier im Gegensatz zu einigen anderen Orten eine gewisse Kontinuität der Bedienung in den 1920-er Jahren gegeben war..

Die Linien [6] und [8] tauschten am 02.05.1929 ihre westlichen Endpunkte. Seitdem fuhr die [6] wieder wie bis 1910 nach St. Pauli, jetzt aber über Lombardsbrücke und Glacischaussee. 

Die Strecke über das Ostende der Stresemannstr wurde am 14.10.1929 eröffnet. Zum gleichen Datum kam auch die [17] mit der [40] zur Budapester Str. Doch schon am 14.11.1929 ersetzte die [40] die bisherige Bedienung der [17] auf der Kaiser-Wilhelm-Str. So sieht man zwar auf dem Stadtplanausschnitt von 1930 fehlerhaft sowohl [17] und [40] auf der Feldstr. eingetragen - man hatte schlicht vergessen, dort die [17] zu löschen.

Vom 27.09.1929 bis 02.01.1930 kam auch die [10] am Sievekingsplatz vorbei und gelangte über Feldstr nach Eimsbüttel, doch fuhr sie danach wieder ihren kürzeren Weg über Jungiusstr und Lagerstr.

Der 01.04.1932 sah die Einstellung der Linie [15].  Die [15] kam zwar ab 16.10.1933 kurz wieder als Verstärker der [9] über Glacischaussee und Kaiser-Wilhelm-Str, sie fuhr aber nur von 15:00 bis 21:00 Uhr und ihr Service endete bereits wieder am 15.10.1935 (auf der Skizze links als hellgrüne Linie).

Am 01.11.1932 erfolgten umfangreiche Linienänderungen. Die [12] wurde ganz eingestellt, die [36] von der [33] mit bedient, die daher über Jungiusstr verlagert wurde und dann die ganz lange Strecke Eidelstedt - Rönneburg befuhr. Statt der [12] und der [36] fuhr die [40] dann nach Rothenburgsort.

Doch die [12] kam schnell wieder. Am 15.06.1933 wurde die [40] in [12] umbenannt. So fuhr sie jetzt statt von Rothenburgsort nach Winterhude eben von Rothenburgsort nach Bahrenfeld.

Am 15.10.1935 wurde die [15] erneut eingestellt, ab 20.10.1935 die [3] am Sonntagvormittag auf Lattenkamp - St. Pauli verkürzt, ab 28.04.1936 ebenso am Werktagabend. Andererseits kam "ab 1936" die [33rot] als Verstärker wieder zur Kehre Sievekingsplatz.

Ab 20.10.1936 wurde Linie [3] zwar über Kaiser-Wilhelm-Str geleitet, fuhr aber sonntags und werktags früh und abends nur St. Pauli - Winterhude. Auch die [24] fuhr werktagabends nur ab Sievekingsplatz bis Eppendorf. Dafür übernahm die [33] den Nachtbetrieb ab St. Pauli über Glacischaussee.

Am 27.04.1937 wurde die [3] zu einer Querverbindung zurückgestuft, sie fuhr nur noch ab St. Pauli nach Winterhude und verschwand ganz vom Sievekingsplatz.

In dieser Konstellation wurde dann der Knotenpunkt Sievekingsplatz bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bedient. 

Der Kriegsbetrieb war einerseits geprägt durch tageszeitliche Einschränkungen und andererseits durch Ausweitung des Nachtbetriebs der Straßenbahn, da die Busse für die Wehrmacht benötigt wurden. 

Ab 02.09.1939 fuhr die [24] "spät" nicht mehr, dafür ab 10.05.1940 eine Nachtlinie [W] über Feldstr und Lombardsbrücke. Andererseits verzichtete die [26] ab 06.05.1941 werktags auf den Abendbetrieb und ab 07.10.1941 kam die [24] sonntags nur nachmittags vorbei. Ab 05.05.1942 fuhren [5] und [24] nicht mehr abends an Werktagen, die [26] werktags vormittags erst ab Sievekingsplatz zur Lombardsbrücke und die nächtliche [33] wurde in [V] umbenannt und über Steinwege geleitet. Ab 27.10.1942 wurden [5] und [24] tagsüber zu einer Kombilinie zusammen gefasst und die [26] ganz eingestellt.

"Spät" fuhr Linie [6] ab 19.04.1943 über die Steinwege, ab 23.04.1943 dafür die [33] über Karolinenstr statt Jungiusstr und am 15.05.1943 wurde die [33rot] bis Lange Mühren verkürzt. So zeigt die Skizze links die Linien am Vorabend der Zerstörungen Ende Juli 1943. 

Nach den Zerstörungen Ende Juli 1943 kam am Sievekingsplatz der Straßenbahnbetrieb am 03.09.1943 mit der Linie [6] von der Reeperbahn über Lombardsbrücke und der [12] von Bahrenfeld über Lombardsbrücke in Gange.  

Weitere Zerstörungen unterbrachen vom 20.06.1944 bis 27.07.1944, vom 02.10.1944 bis 04.10.1944 und 24.03.1945 bis 21.07.1945 die Linie [6]. Zeitweise wurde sie vom 26.06.1944 bis 27.07.1944 durch die [22rot] und vom 21.11.1944 eine Zeit lang durch die [31] ersetzt. Vom 02.01.1945 bis 25.01.1945 kehrte auch die [14] am Sievekingsplatz über Feldstr. in Richtung Gr. Borstel, weil die Strecke zu den Landungsbrücken nicht passierbar war. Ab 24.03.1945 kehrte Linie [6] dann an Sievekingsplatz statt St. Pauli und war so nur Verstärker der [12] über Lombardsbrücke zum Hauptbahnhof.

Ab 21.07.1945 konnte die [6] dann wieder Nobistor starten und ab Oktober verstärkte eine [22rot] von St. Pauli nach Tonndorf. Am 21.01.1946 gelang es dann, beide Teillinien der [6] zu einer Linie Nobistor - Ohlsdorf zu verbinden, ab 18.03.1946 sogar wieder ab Bhf. Altona startend.

Ab 01.08.1948 kam auch die [33] wieder von 9:00 bis 17:00 zum Sievekingsplatz. Linie [12] bediente "spät" St. Pauli und fuhr dann Glacischaussee statt Feldstr.  

Der 01.11.1950 brachte wieder einen Nachtverkehr. Die Linien [6] [12] und [33] fuhren nachts über Reeperbahn und Glacischaussee. Ab 01.05.1951 fuhr auch die [18] diesen Weg, nachdem sie vorher wie seit 1948 "spät" über Davidstr. gefahren war. Sie folgte damit der [6], die seit diesem Tage nicht mehr über Lombardsbrücke, sondern über die wieder hergestellte Strecke durch die Kaiser-Wilhelm-Str. und dann die Mönckebergstr. fuhr.

Der 01.05.1951 brachte eine weitere Verbesserung. Die [33] konnte verlängert werden über Feldstr., Schulterblatt und Lappenbergsallee nach Langenfelde. Nachts fuhr sie aber wie die [12] über Reeperbahn und Glacischaussee.

Die Strecke über Karolinenstr war zwar betriebsbereit, wurde aber nicht mehr im Linienverkehr befahren.

Am 28.10.1952 - knapp 9 Jahre nach ihrer Zerstörung - wurde die Strecke über die Steinwege  wieder aktiviert. Eine neue Linie [7] nahm den Weg über Reeperbahn und Glacischaussee zur Kaiser-Wilhelm-Str., während die [6] direkt über die Steinwege fuhr. Die nächtliche [18] folgte ihr auf diesem Weg.

Ab 05.05.1953 wurde die lange Linie [33] erneut geteilt, den Eimsbüttler Zweig übernahm die [13] und die [33] begann ab Sievekingsplatz ihren Weg nach Rönneburg, aber sonntags und werktag abends und nachts ab Lange Mühren. In den Hauptverkehrszeiten wurde die [33] schon von der [13] bis Mengestr. oder Bahnhof Harburg verstärkt und so die Ablösung der [33] gedanklich vorbereitet.

So waren dann [12] und [13] wieder ein Linienpaar über Feldstr. wie um 1900 - allerdings jetzt über Lombardsbrücke statt über Kaiser-Wilhelm-Str.

Der 17.05.1955 brachte weitere Änderungen. Linie [7] folgte der [6] über die Steinwege und die [13] bediente jetzt die Verbindung Reeperbahn - Glacischaussee. Nachts ersetzte die [13] die bisherige [33].  Die [13] begann also jetzt St. Pauli ihren Weg nach Rönneburg. Eine neue Linie [5] ersetzte die [13] über Schulterblatt und die [7] über Kaiser-Wilhelm-Str. So nahm die [5] ihren traditionellen Vorkriegs-Linienweg wieder auf.

Die Linien [11] [12] und [13] bedienten jetzt die Strecke über Lombardsbrücke und mit der [12] wurde auch Rothenburgsort wieder direkt angeschlossen. Vorerst fuhr die [11] nur werktags.

Ab 29.10.1957 wurde der Nachtbetrieb neu geregelt. Billstedt wurde jetzt von der [7] bedient und die [12] blieb nachts im Depot. Den Nachtbetrieb nach Bahrenfeld übernahm die [13], die dann über H.-Hoyer-Str und Stresemannstr nach Bahrenfeld verlängert wurde.


 

Da ab 10.05.1959 sowohl die [12] als auch auch die [13] eingestellt wurden, war auf der Glacischaussee ca. drei Jahre lang bis 01.04.1962 nur noch nachts durch die [11] Betrieb. Tagsüber fuhr die [11] über Feldstr.. Ab 02.04.1962 verkehrte die [11] nachts mit der [6] über die Steinwege-Strecke.  

Mit der Einstellung der [5] ab 01.01.1960 wurde die Bedienung des Sievekingplatzes eigentlich schlechter als schon 1881. Nur noch der Weg über Lombardsbrücke war in Betrieb. Die Strecke über Kaiser-Wilhelm-Str war so bis Oktober 1963 außer Betrieb. 

Dann wurde andererseits die Lombardsbrücken-Route stillgelegt. Ab 07.10.1963 fuhren die Verstärkerwagen der [11] und ab 27.10.1963 fuhr auch die Stammlinie [11] über die Kaiser-Wilhelm-Str. 

Da am 30.05.1965 die [6] über die Steinwege eingestellt wurde, wurde die [11] statt nachts über Reeperbahn seitdem nachts wie am Tage über Feldstr. betrieben. Am 30.05.1970 endete dann generell der Nachtbetrieb der Straßenbahn - es waren dann wieder wie vor 1939 Busse unterwegs.

Bis 29.06.1975 hielt sich die [11] dann noch 10 Jahre am Sievekingsplatz, wurde aber in dieser Zeit schon an beiden Enden verkürzt und bediente zuletzt nur noch die Strecke Bahrenfeld-Trabrennbahn - Schleife ZOB statt Lurup - Rönneburg wie in besseren Tagen.

 

Horst Buchholz * 19.06.2008 bis 20.06.2008
(Stadtpläne Sammlung Verfasser * Linienskizzen Verfasser)