Die Denkschrift der Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen in Nürnberg, mit der sie im Jahre 1903 nochmals für eine Schwebebahn in Hamburg warben, zeigt im Anhang auch einige Bilder der 1901 in Wuppertal eröffneten Schwebebahn und deren Einfügung in das Stadtbild -- offensichtlich überzeugt von der eher technisch-positiven Wirkung ihrer Bahn in der urbanen Umgebung. Es war ja generell die Zeit, wo man solche "Elevated"- Linien als durchaus verträglich empfand und heute haben diese Strecken ja auch oft noch einen gewissen Nostalgie-Faktor.
Die ersten Tafeln der Denkschrift zeigen die Routen der geplanten Schwebebahn (siehe Hochbahnplanung 1903 auf dieser Webseite) und beschäftigen sich mit der Verkehrstechnik und Betriebsabwicklung. Ab Tafel 25 geht es dann in das Gestalterische. So zeigen die Tafeln 25 bis 28 die vier Photos der in Wuppertal bereis bewährten Schwebebahn.




Gezeigt werden soll die Einfügung der Bahn in diverse Staßenquerschnitte - die enge Wilhelminenstr. (jetzt Hein-Hoyer-Str.) in St. Pauli, die Osterstr. in Eimsbüttel, die Amsinkstr. in Hammerbrook, die Vorsetzen beim Baumwall und auch die aus Wuppertal gewohnten Ansichten der Bahn über Kanäle laufend (Tafeln 30 bis 36). Beispiele aus Eimsbüttel und Hammerbrook hat man wohl auch deswegen genommen, um damit zu demonstrieren, dass die Schwebebahn weiter in die Vororte ausgreift als der geplante Ring der Hochbahn. Sowohl Eimsbüttel als auch Rothenburgsort waren dann ja auch bald Ziele von Zweiglinien der Ring-Hochbahn.







Jenseits aller technischen Erfordernisse sollte die Bahn ja doch auch einen stadtgestalterischen Anspruch haben -- und Ausdruck der damaligen Moderne sein. Eben "Art Deco" mit all den Verschlingungen und Ornamenten, in denen das Gusseisen dann erstarrte. Somit legte man viel Wert darauf, dem Baustoff Metall ein natürlich-pflanzliches Ornament umzuhängen




... man beachte das stilisierte Wikingerschiff im Tragepfeiler der Bahn






