Die Photos hier sind alle älter als 50 Jahre. Seien wir den Photografen jener Jahre dankbar, dass sie uns neben unzähligen anderen Motiven des alten Hamburgs auch die damalige Straßenbahn im Bild festgehalten haben. Ich hoffe, auch hier wieder Photos zu bringen, die bisher nicht oder eher selten öffentlich wurden.

Ein kleines Rätsel - wo ist dieses Haus? Oft übersehen - hier haben wir den
Eingang zur Hochbahnstation "Mönkebergstraße" an der Ecke zwischen Spitalerstr. und
der Mönckebergstr. - damals noch mit Gitter in
aufwendiger Art Deco Manier vor dem "Werkbundhaus"

Mönckebergstr um 1925 - links das 1923 stillgelegte Kehrgleis der Linie
[10] durch Lilienstr - G.-Hauptmann-Pl. - Rosenstr, das man noch bis in die 1950-er
Jahre dort liegen sehen konnte und Blick in die Spitalerstr. Rechts am Mast der
Straßenbeleuchtung das Haltestellenschild für 9 Linien der Straßenbahn
und ganz rechts ein Zug der Linie [1]. Das Haus direkt
hinter dem kleinen Pavillon ist das Werkbundhaus von Photo vorher.

Ausschnitt aus einer häufig verkauften Postkarte. Die
Haltestelle wurde auf eine eigene Verkehrsinsel westlich vom
Mönckebrunnen verlagert und am Schild hängen jetzt nicht nur 9, sondern sogar
12 Liniennummernschildchen - um 1935 - Sammlung Emil Buchholz
Dammtorstraße - mit der Oper als Ruine und an der rechten Seite
die traditionelle Konditorei L'Arronge und daneben das Waterloo-Kino.
Am 18.3.1953 photografierte Egon Ihde diese Szene (Sammlung VVM)
Parallel dazu die Steinstraße mit den großen Gebäude der Hauptverwaltung
von Karstadt - heute Sitz von Finanzämtern. Im Vordergrund rechts zwei
Frauen, gekleidert in der damalichen Flapper-Mode.

Dieses Bild dokumentiert die gravierenden Veränderungen in
der südlichen Altstadt in den 1920-er und 1930-er Jahren. Hier hatte der Brand
von 1842 nicht gewütet und so blieben die Höfe und Gänge erhalten. Oben links
an der Steinstraße residieren heute Finanzämter - erbaut war das Haus als
Verwaltungszentrale für Karstadt. Unten links die 1916 neu gebaute
Straßenbahnstrecke durch die Straße "Pumpen" - Sammlung Andreas Pahl
Sehr stimmungvoller Blick vom Alstertor über den
G.-Hauptmann-Platz zur Jacobikirche. Offenbar hat es gerade geschneit -
Sammlung Wilfried Seyer
Rathausmarkt - nach 1930. Man beachte die art-deco Leuchten der
Eingänge zur "Hochbahn" - Sammlung Wilfried Seyer
Linie 7 auf dem Weg nach Barmbek - seit September 1928
nicht mehr über Herrmannstr., sondern wie hier über die Mönckebergstr. Schon
damals das Geschäft von Prediger Ecke der Bergstraße und das Photogeschäft
von Wiesenhaven an diesem Ende der Straße - Sammlung Wilfried Seyer
diese Art beleuchteter Straßenschilder gab es auch in Hammerbrook bei der Süderstraße 
geschäftiges Treiben auf der Mönckebergstraße 
Linie [28] nach 1938 am Rathausmarkt vor dem damaligen Gebäude der HSBC -
Hongkong & Shanghai Banking Corporation (damals zwischen Reesendamm und Plan) -
rechts das Haltestellenschild mit 7 Linienanhängern - Sammlung Horst Buchholz
Linie [R] am Gänsemarkt - als Ersatzlinie für die
umgeleitete [18] während unter der Rothenbaumchaussee die
Hochbahn gebaut wurde (um 1926).
Gänsemarkt mit dem neuen Deutschlandhaus
Linie 11 am Gänsemarkt
Die "rote 16" in der Dammtorstraße 
Die Oper in der Dammtorstraße vor der Zerstörung
im Zweiten Weltkrieg. - Sammlung Wilfried Seyer
Blick um 1932 in die Dammtorstr., in der Mitte links die Oper.
Der vordere Zug offenbar einer der [22], da er "Hansaplatz" schildern
konnte. Die Linie [8] weiter vorn hat schon das "B" statt den roten
Stern als Dachzeichen, daher später als 1927. Die vielen Fußgänger streben
von der S-Bahnstation Dammtor in die Stadt - Sammlung Andreas Pahl
Linie [17] Richtung Hamm - um 1935, am Hauptbahnhof "prangt" schon
das damalige Hauptsymbol
Blick in den Steindamm. Irritierend die Dachscheibe, auf der "6" oder
"G" zu lesen ist -- beides für Steindamm nicht zutreffend und "G"
auch als Verstärkerlinie völlig unbekannt.
Linie [3] fuhr nicht mehr nach Wandsbek, sondern hatte ab 1933
die Aufgabe der [12] als Querverbindung über Bismarckstr. übernommen. An den
Landungsbrücken war extra ein drittes Gleis vorgesehen, um eine Umsetzendstelle
zu haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie bis 08.05.1956 für die Linie [14]
in Betrieb - die dann zumeist mit 2 Beiwagen fuhr - Sammlung Andreas Pahl 
Berliner Tor - hier wird gerade die Unterführung gebaut,
unter der die Linien [19] und [35] direkt zum Heidenkampsweg kommen können
(eröffnet 06.11.1930). Rechts im Hintergrund der Hochbahnbahnhof "Berliner
Tor". Beim Schwellenstapel die gleichnamige Haltestelle der S-Bahn mit
ihren Oberleitungsmasten für die damals nötigen 6.000 Volt Wechselstrom.
- Sammlung Hans Rehders



Hier ist nicht viel zu sagen - das Farbphoto oben rechts zeigt den
Rödingsmarkt
Rathausmarkt 1945 - die sichtbaren Zerstörungen



Verstärker der Linie [3] kehrt am Rathausmarkt - jedenfalls vor 1963

Berufsverkehr am Rathausmarkt in den 1950ern
Die Sammlung wird gelegentlich fortgesetzt und erweitert