Die drei Graphiken auf dieser Seite stammen aus der Denkschrift der in Nürnberg ansässigen "Continentale Gesellschaft für elektrische Unternehmungen", mit der diese im Jahre 1903 erneut für eine Schwebebahn in Hamburg warb - uns dabei zuerst einmal die bisherigen Pläne als ungeeignet verwarf.
Die Urzelle einer Hamburger "Vorortsbahn" ist diese Ringlinie über Eilbek, Barmbek, Eppendorf und Sternschanze. Der Ring schließt sich dann durch ein Stückchen Strecke auf der bereits vorhandenen Verbindungsbahn zwischen Sternschanze und dem für den späteren Hauptbahnhofes vorgesehenem Platz. Bei der Sternschanze sollte die Verbindungskurve offensichtlich ein kurzes Stück im Tunnel verlaufen. Ausserdem waren Strecken aus beiden Richtungen nach Ohlsdorf vorgesehen, die sowohl bei Barmbek als auch bei Eppendorf von der Ringstrecke abzweigten.

Schnell wurde klar, dass diese Ringlinie nicht das Gelbe vom Ei war. Sie lief - wie ja bereits die Verbindungsbahn nach Altona selbst - weit an den Zentren der Stadt vorbei und selbst, wenn sie den geplanten neuen Hauptbahnhof berührte, war das ein zu geringer Nutzen. Daher zog man den Ring in die Länge und führte ihn über Landungsbrücken. Nun war nicht mehr an eine "Vollbahn" gedacht, sondern an eine kleinbahnähnliche Strecke - Spurweite allerdings die normalen 1,435 m
Direkt durch die Stadt traute man sich noch nicht mit dieser Linie. So ging es oberirdisch am Zollkanal entlang und über das Deichtor nach Barmbek und Winterhude. Nur von Hasselbrook nach Ohlsdorf sollte jetzt eine "Vollbahn" den Verkehr übernehmen und der äüßerer Ring über Hamm und Billwärder war willkommener Kritikpunkt der Gegner ausufernder Ringlinien. Aber auch der von A. H. C. Mirow vorgeschlagene "engere Ring" über Winterhude und mit Abzweig nach Barmbe machte noch einen langen Umweg über das südliche Hammerbrook

So nahm dann 1901 langsam das Form und Gestalt an, was wir heute als Ringlinie der Hochbahn kennen. Die Hauptstrecke ging nun über den Burstah und der neu durchzubrechenden Mönckebergstraße mitten durch die City - dabei zwischen Schlump und Landungsbrücken als im Tunnel geplant ebenso wie zwischen Rödingsmarkt und Berliner Tor. Der Knick bei Mundsburg wurde noch begradigt. Von den umfangreichen Erweiterungen - als getrichelte Linie eingetragen - wurde damals nichts realisiert bis auf die Freihafen-Elbbrücke für die U-Bahn, die seit mehr als 100 Jahren still vor sich hin rostet. Eher wurden die Stimmen erhört, die den Anschluss von Eimsbüttel und Rothenburgsort forderten.

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